Skip navigation

Tag Archives: projekt52

Schlechtes Wetter? – gibt es nicht! Jedenfalls nicht für Kinder. Für das Thema „Kinderperspektive“ vom Projekt 52 habe ich heute mal ganz tief im Archiv gewühlt. Was ich suchte, habe ich leider nicht gefunden, dafür diese Bilder von einem verregneten Mai 2004. Die Kinder sind die Enkel meines Bruders und inzwischen alle fünf Jahre älter, deshalb habe ich mal keine Gesichter unkenntlich gemacht.

Kinderperspektive“ = Schlechtes Wetter gibt es nicht!

Auch wenn dieses Bild:

neulich schon als Beitrag zum Projekt 52 “Massenhaft” fehlinterpretiert wurden, hier kommt das richtige Bild oder halt eines, das ich von Anfang an im Kopf hatte:

massenhaftfische

Fotografiert im März 2007 vor der Insel Eriyadhu / Malediven

Und noch eins, das ich noch nie gezeigt habe:

massenhaftsteine

Massenhaft Steinketten – fotografiert in San Franciscos Chinatown

Massenhaft Ostereier

Massenhaft Ostereier – heute im Frankfurter NordWestZentrum

Sari schreibt: Das neue Wochenthema gefällt mir persönlich übrigens sehr gut, weil es gut zu meinem persönlichem Empfinden im Moment ganz gut passt. Es trägt übrigens den Titel Fernweh und wurde von Chris vorgeschlagen.

Ich sage dazu: Fernweh habe ich immer und mir ist dazu erstmal eine Collage eingefallen mit vorhandenen Fotos.

Collage Fernweh

Collage Fernweh

Alle Motive stammen aus dem USA Urlaub 2008.  Der Flug, Schiffe, die Highways, der Grand Canyon – ich könnte sofort wieder los 🙂

Sollten mir noch spannende Motive zum Thema Fernweh vor die Linse kommen, dann gibt es noch ein zweites Bild. Konserve sollte ja eigentlich die Ausnahme bleiben.

Leblos heißt das Motto der dritten Woche. Was macht man daraus, was ist das überhaupt „leblos“ – einfach ein Ding, ein totes Etwas, ein Zustand, ein Gefühl? Ich kann mir vorstellen, dass die Leute, die mit machen, sehr unterschiedliche Vorstellungen haben werden.

Sari schreibt: Nun aber zum neuen Wochenthema, das diese Woche folgendermaßen lautet: Leblos
Das Thema ist dieses Mal ein Vorschlag von TillaPe und ich würde es gerne mit folgendem Zitat umschreiben:

„Das Gesicht der alten Dame schien leblos. Jede Falte, die das Leben geschrieben hatte, war zugespachtelt worden“
Enno Ahrens

Ich habe eine Weile nachgedacht und hatte auch schon ein paar Ideen, da fielen mir heute die Bilder aus dem Naturkundemuseum in Santa Barbara / Kalifornien wieder in die Hände. ( Das Museum war für Frankfurter eh ein Reinfall, wir sind vom Senckenbergmuseum verwöhnt, aber daran dachten wir vorher nicht. ) Leblos – das sind für mich die Dinge, die einmal voller Leben waren und die man dann zwecks Präparation und Präsentation des Lebens beraubt hat. Und es ist mir gleichgültig, ob es ein Bär ist, ein Adler oder ein Monarch-Schmetterling. Ich mag solche Ausstellungen grundsätzlich nicht, obwohl sie natürlich – das ist die andere Seite der Medaille – sehr informativ sind. Und es graust mich bei dem Gedanken, dass es immer noch Museen geben soll, in deren Kellern präparierte und ausgestopfte Pygmäen liegen oder entstellte Menschen, die man zu Lebzeiten schon als Kuriositäten auf Jahrmärkten herumreichte. Aber das ist ein anderes Thema.

leblos

< Zoom > anklicken für größer

Wenn man die Collage so betrachtet, dann sehen die Tiere darauf eigentlich gar nicht leblos aus. Es ist wohl die Kunst des Präparators diesen Eindruck zu erwecken. Trotzdem – sie wurden getötet, um ausgestellt zu werden (wobei manchmal auch durch Unfälle getötete Tiere verwendet werden, muss ich fairerweise dazu sagen). Adler und Puma habe ich nicht in Santa Barbara fotografiert sondern, wenn ich mich richtig erinnere, im Vorraum des Imaxkinos im Grand Canyon Village.

Sari schreibt: „Es ist ein Thema, das von Mia Asai vorgeschlagen wurde mit dem wunderbaren Namen: Zeit. Zeit ist ein ziemlich weitläufiger Begriff, wie ich finde und kann mit so etwas Banalem, aber Effektiven wie eine Uhr, aber auch mit Alter, Vergänglichkeit und anderen schönen Symbolen dargstellt werden . . .“

Ich habe ein bissl gebraucht, um mir zu überlegen, wie ich das Thema „Zeit“ angehen soll. Zuviele Ideen spukten mir durch den Kopf. Dann fiel mir eine uralte Taschenuhr wieder ein, die in den Tiefen meines Schmuckköfferchens ruhte und ein Anhänger mit dem Porträt meiner Mutter als sehr junger Frau. Ich habe das Ganze ein bisschen arrangiert und heraus kam das:

collagezeit