Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich doch auf eine Konserve zurück gegriffen habe. Und zwar ist das ein Teil des Bolongaropalastes in Frankfurt-Höchst und zwar der Teil, in dem sich das Höchster Standesamt befindet. Ich selbst wurde allerdings im Frankfurter Römer getraut - auch sehr schön - weil mein Mann und ich damals noch im Frankfurter Westend wohnten. Der größere Teil des Palastes mit Einwohnermeldeamt im Erdgeschoss und Prunksälen weiter oben befindet sich im rechten Winkel zu diesem Gebäude.

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Diesen anderen und größeren Teil des Bolongaropalastes habe ich neulich bei meinem Spaziergang am anderen Mainufer fotografiert. Auf der Turmspitze thronte dort bislang die Skulptur eines Pelikans, die leider ebenfalls ein Opfer von “Emma” wurde.

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Ich zitiere aus der FNP vom 4.3.2008: Dass ausgerechnet ein Pelikan auf dem barocken Gebäude thront, dürfte übrigens kein Zufall sein. Der Pelikan ist ein altes christliches Symbol, das für Barmherzigkeit und den Opfertod Jesu Christi steht. Im Volksglauben heißt es, der Vogel hacke sich mit dem Schnabel in die eigene Brust, um seine Jungen mit seinem Blut zu tränken, wenn die Brut sonst verhungern würde. Grundlage für diesen Mythos könnte die Tatsache sein, dass Pelikanjungtiere das Futter tief aus dem Kehlsack der Eltern holen, was den Eindruck erweckt, sie würden sich an deren Brustfleisch nähren.